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Region als Labor für die Zukunft

Anfang Juli war die Premiere des Gründerkongresses Rheinland. Auf Einladung der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) und der in Jülich ansässigen Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) kamen Experten aus Wirtschaft und Hochschulen, Spezialisten für Wagniskapital zur Finanzierung von gerade ins Leben gerufenen Unternehmen und Berater ins Gespräch.

Im Fokus standen dabei die Möglichkeiten „Anfänger“ zu stärken und dadurch attraktive, sichere neue Arbeitsplätze zu schaffen und so ein „Gründungsklima“ zu entwickeln.

Gute Ideen kämen oftmals aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen so NRW-Ministerin Schulze. Ziel sei es die Menschen mit Ideen, Unternehmen und Forschergeist noch enger zusammenzuführen. Dies könne am besten in Netzwerken gelingen, die in den Regionen verankert seien. Die IRR soll zur Modellregion entwickelt werden, um Gründungen noch stärker voranzubringen.
Sie habe die Zeit nach dem Auslaufen der rheinischen Tagebaue bereits jetzt fest im Blick und damit den geplanten Übergang von der Braunkohle zur Wissenschaftsförderung als Rohstoff. Dabei seien gerade die Hochschulen ein Katalysator regionaler Stärken.

Die Nacht der Unternehmen

Die Aachener Erfindung „Die Nacht der Unternehmen“ sorgt nicht nur in der Region dafür, dass junge Hochschulabsolventen „mit Vollgas zum Job“ vor ihrer Haustür kommen, sondern dass sie mittlerweile bundesweit in zehn Städten veranstaltet wird.

Die sechste Auflage findet am 6. November im Technologiezentrum am Aachener Europaplatz statt. Dort können sich interessierte Jobsuchende bei zahlreichen ausstellenden Unternehmen umschauen und ins Gespräch kommen.

Darüber hinaus drehen Busse Runden durch die gesamte Region, damit weitere Firmen direkt vor Ort aufgesucht werden können. Dadurch wird der Eindruck von dem möglichen Betätigungsfeld für die frischen Absolventen noch intensiver.

2012 nutzten rund 100 Unternehmen die „Chance, sich als potenzieller Arbeitgeber für exzellent ausgebildete Fachkräfte zu präsentieren. Und etwa 2000 junge Leute nahmen dieses Angebot wahr.

Stadt der jungen Forscher

Das Finale um den Titel „Stadt der jungen Forscher 2014“ konnte die Stadt Jülich leider nicht gewinnen. Sie wurde knapp von der Stadt Würzburg geschlagen.

Die Stadt möchte aber trotzdem an der wichtigen Aufgabe, den wissenschaftlichen Nachwuchs für Forschung zu begeistern festhalten. Durch die Unterstützung vieler Akteure im Vorfeld und die Zusammenarbeit in Arbeitskreisen und Workshops wurden bestehende Netzwerke gestärkt und neue Kontakte geknüpft.
Der Stadt ist es ein wichtiges Anliegen die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Schulen zu vertiefen und zu verfestigen.

„Zukunftslabor Indeland“

Wenn 2030 der Braunkohlentagebau Inden II schließt, wird dieser erneute Einschnitt die Region nicht unvorbereitet treffen. Einen Blick darauf, in welche Richtung sich der hiesige Raum entwickeln könnte, riskierten die Entwicklungsgesellschaft Indeland und die Aachener Stiftung Kathy Beys, die zum „Zukunftslabor Indeland“ in den Palmengarten des Technologiezentrums Jülich gebeten hatten.

In einer Zeit intensiven Wandels und Anpassungsproblemen bei der Braunkohle gehe es darum, die regionale Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Das Zukunftslabor Indeland will Impulse für gemeinsame Strategien im Indeland geben. Zur Vermeidung eines drohenden Strukturbruchs muss frühzeitig mit vereinten Kräften ein geordneter Strukturwandel unter Nutzung der regionalen Stärken und Chancen in Gang gesetzt werden.

Zu den Stellen, wo „das Innovationspotenzial abgeholt werden kann“, zählt auch die Fachhochschule Aachen, mit Ihrem Campus in Jülich. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Jülich. Dort wurde ein großes Solarinstitut gegründet, dem „weltweite Reputation“ zugetraut wird.

Rund um die zentrale Frage „Wie soll das rheinische Braunkohlerevier zwischen Köln und Aachen im Jahre 2040 aussehen?“ will die IRR, mit Sitz im Technologiezentrum Jülich, den Weg beschreiben und vorbereiten, mit dem das Rheinland auch im 21. Jahrhundert eine moderne und innovative Energie- und Industrieregion sein kann.

Die Indeland GmbH, zur EuRegionale 2008 gestartet, ist ein umfassendes Entwicklungsprojekt des Kreises Düren, der Städte Eschweiler und Jülich, der Gemeinden Langerwehe, Inden, Niederzier, Aldenhoven und Linnich sowie der Aachener Stiftung Kathy Beys mit Unterstützung der Sparkasse Düren und der RWE Power AG. Alle Partner, verfolgen das Ziel, Landschaft und Infrastruktur, Kultur und Wirtschaft, Forschung und Industrie sowie Wohnen, Leben und Arbeiten attraktiv und zukunftssicher zu entwickeln.